Institutional Layer

Dialectical Existential Therapy

DET, die Dialektisch-Existenzielle Therapie, ist eine eigenständige psychotherapeutische Methode innerhalb des humanistischen Ansatzes. Sie besitzt ein eigenes Menschenbild, eine theoretische Grundlage, eine professionelle Sprache, eine therapeutische Praxis sowie Wege zur Entwicklung und Vermittlung der Methode.

Die institutionelle Ebene von DET

DET entwickelt sich in drei miteinander verbundenen Bereichen. Gemeinsam bilden sie die institutionelle Ebene der Methode: ein professionelles Umfeld, in dem DET angewandt, vermittelt, überprüft und weiterentwickelt wird. Die theoretischen Inhalte der Methode werden erläutert im DET-Konzept.

Klicken Sie auf die Blütenblätter, um die gemeinsame Logik der institutionellen Ebene zusammenzusetzen.

DET

DET im Feld psychotherapeutischer Methoden

Psychotherapeutische Methoden entwickeln sich aus unterschiedlichen theoretischen Traditionen und beantworten die Frage nach Veränderung in der Therapie auf verschiedene Weise.

Transference-Focused Psychotherapy (TFP) steht in der psychoanalytischen und psychodynamischen Tradition und stützt sich auf die Objektbeziehungstheorie. Dialectical Behavior Therapy (DBT), von Marsha Linehan entwickelt, gehört zur kognitiv-verhaltenstherapeutischen Tradition und verbindet ein Verhaltensmodell der Veränderung mit einem dialektischen Prinzip.

Dialectical Existential Therapy (DET) entwickelt sich innerhalb des humanistischen Ansatzes. Ihre methodologische Linie verbindet das Verständnis des Menschen als offene, sich entwickelnde Persönlichkeit mit innerer Dialektik, existenzieller Wahl und der Fähigkeit, Komplexität auszuhalten.

Der Vergleich behauptet weder Identität der Methoden noch einen gleichen Forschungsstatus. Er zeigt unterschiedliche professionelle Traditionen und die eigene methodologische Grundlage von DET.

Der methodologische Kern von DET

Hinter der psychotherapeutischen Praxis von DET stehen ein eigenes Menschenbild, eine theoretische Grundlage und eine professionelle Sprache. Sie bestimmen die innere Logik der Methode und verbinden Psychotherapie, Bildung und Forschung.

Im Zentrum des methodologischen Kerns steht das Verständnis des Menschen als offene, sich entwickelnde Person, die in Beziehung zur Welt lebt, innere Widersprüche erfährt, Entscheidungen trifft und zu sich selbst werden kann. Diese Anthropologie bestimmt, wie DET Veränderung versteht und therapeutische Arbeit gestaltet.

Zu den Werten von DET gehören Würde und Einzigartigkeit der Person, Freiheit und Verantwortung, Offenheit für Erfahrung, Ehrlichkeit im Dialog und Achtung vor der Komplexität menschlicher Existenz. Das Konzept der Methode, die Bedeutung ihres Logos und das P‑I‑K-Modell machen diese Grundlagen sichtbar und verbinden sie mit Theorie, Forschung und Praxis.

Lebendige Bereiche des Ökosystems

Innerhalb der institutionellen DET-Ebene gibt es auch Raum für Natur, Feuer und Sternenhimmel. Territory of Psyche ist ein Ort, an dem psychologische Arbeit außerhalb des Therapieraums stattfinden kann, in einer natürlichen Umgebung des Kontakts mit der Natur.

Gemeinschaft und gemeinsames Feuer

DET vereint Psycholog:innen, Psychotherapeut:innen, Forschende und Menschen auf dem Weg der Selbsterkenntnis um ein gemeinsames Prinzip: den Menschen tiefer, ehrlicher und umfassender zu sehen, dabei die eigene Methodologie zu bewahren und für den professionellen Dialog offen zu bleiben.

Wir entwickeln eine psychotherapeutische Kultur im Dienst humanistischer Prinzipien und stellen moderne Technologien in den Dienst des Menschen — nicht anstelle des Menschen, sondern an seiner Seite. So wird die institutionelle Entwicklung der Methode Teil des lebendigen DETai-Ökosystems.

5 Merkmale von DET als Kultur