Projektion
In der Spiegelung der Augen des Gesprächspartners sehen wir das, was wir an uns selbst nicht akzeptieren 🚻.
Manche brauchen ein Tier, denn sie sind selbst eines 🎭.
„1+1=1, das Tier hat sich versteckt“ (Jean-Paul Sartre).
Moralischer Imperativ: Bist du bereit, ein Spiegel zu sein und alles Menschliche widerzuspiegeln, was nicht akzeptiert wird? Bist du bereit, derjenige zu sein, den sie brauchen?
„Um den schmutzigen Strom aufzunehmen und nicht zu verderben, muss man ein Meer sein.“
Wie kann man unterscheiden: Ist es eine Spiegelung des Gesprächspartners oder seine klare Sicht auf dich?
Wie kann man verhindern, dass man die Projektion des anderen für die Wahrheit hält und die Wahrheit für eine Rationalisierung?
Antwort: Lebe nach dem Prinzip „Homo sum, humani nihil a me alienum puto“.
Ein Gemälde! 🚸
Der soziale Aufstieg in Maslows Pyramide ©
Märchen über Gut und Böse, Eros und Thanatos 🌗.
Sind Gefühle oder der Verstand primär?
Ein selbstsüchtiger Samariter?
Ein Altruist oder ein Sadist?
Asche und Wasser – das ist wie ein hundertjähriger Krieg!
Die Hälfte des Puzzles wurde aus dem Grund zusammengesetzt... ihrer Augen 👁👁👁
Quellen
- Jean-Paul Sartre — Die Eingeschlossenen von Altona (Les Séquestrés d’Altona), 5. Akt. „1+1=1, das Tier hat sich versteckt“ ist ein verkürztes, ungenaues Zitat nach Frantz’ Schlussmonolog.
- Friedrich Nietzsche — Also sprach Zarathustra, „Zarathustras Vorrede“, § 3. Das Bild vom „schmutzigen Strom“ und vom Meer stammt aus dieser Passage.
- Publius Terentius Afer (Terenz) — Heauton Timorumenos, Vers 77: Homo sum: humani nil a me alienum puto. Im Text steht die verbreitete Variante mit nihil.
Fragen zum Artikel
01Wie kann man vermeiden, die Projektion eines anderen für die Wahrheit über sich selbst zu halten – oder die Wahrheit als Projektion abzutun?
Man muss dem Spiegelbild des anderen weder automatisch zustimmen noch es sofort zurückweisen. Der Grundsatz „Homo sum, humani nihil a me alienum puto“ lädt dazu ein, die Möglichkeit alles Menschlichen auch in sich selbst anzuerkennen. Dann lässt sich ein unangenehmes Bild aushalten und prüfen, ohne es sofort zum Urteil über sich selbst oder zur bequemen Verleugnung zu machen.
02Wie geht man mit der Projektion eines anderen auf die eigene Person um?
Man sollte eine fremde Projektion weder vorschnell annehmen noch zurückweisen. Der Text schlägt vor, „Meer zu sein“: den auf einen gerichteten „schmutzigen Strom“ aufzunehmen, ohne selbst zu verderben, und nach dem Prinzip „Homo sum, humani nihil a me alienum puto“ alles Menschliche auch in sich anzuerkennen. So lässt sich das fremde Spiegelbild aushalten und unterscheiden, was darin Projektion und was möglicherweise Wahrheit über einen selbst ist.
